„Mehr als jede Kunst ist die hippische mit den Weisheiten des Lebens verbunden.

So wie der Reiter nur durch körperliches und geistiges Gleichgewicht erfolgreich sein wird,
 geradeso braucht der Mensch dieses Gleichgewicht in seelischer, ganz besonders in charakterlicher Hinsicht,um sich im Leben durchzusetzen."

 (Alois Podhaisky - Leiter der spanischen Reitschule in Wien, 1965)

 



Ein paar Worte vorab zu unseren Veranstaltungen:

Wir möchten Menschen den Umgang mit dem Pferd näher bringen und einen Ort des Miteinanders schaffen. Dafür benötigen wir einen Umgangsrahmen, der für Pferd und Mensch angenehm ist. Pferde sind Fluchttiere und mögen es ruhig. 

Das heißt nicht, dass wir durch die Gegend schleichen, bedeutet aber, dass wir schon den jüngsten Pferdefans nahebringen, wie wichtig diese ruhige Umgebung ist. Die Nähe zu den Tieren, die äußere und dadurch auch innere Ruhe öffnet den Raum für tiefe Begegnungen. 

Ein(e) echte(r) Horse(wo)man scheint die Gedanken des Pferdes lesen zu können. Und ein wahrer Pferdefairsteher lernt genau dies auf unserem Hof mit unseren geduldigen Tieren. Da sich Pferde mit kleinsten Zeichen äußern, benötigen wir den ruhigen Rahmen um diese Zeichen wahr zu nehmen. 


Es ist kaum zu glauben wie gut schon kleinste Kinder in ihrer Beobachtungsgabe sind. Wie schade wäre es, dieses Können nicht zu aktiverien und zu festigen? 


Selbstverständlich wird bei und auch  mit den Pferden gelacht und auch einmal etwas wilder gespielt. Dennoch ist es wichtig, vorab zu wissen, dass unser Pferdehof kein Kinderspielplatz ist. Geschrei und Toberei ist für die Tiere unangenehm und für uns Menschen meist ebenfalls. In der Ruhe und den tiefen Begegnungen liegt der Zauber der Freundschaft und wir sind dankbar für glückliche Momente, lachende Herzen und strahlende Gesichter die hierdurch entstehen.


Reitunterricht findet ausschließlich in Einzelbetreuung statt. In den Kursen wird auch geritten, allerdings nicht als Hauptbestandteil.




 




 

Ponyzeit für Kinder ab 8 Jahren 



Diese Kurse finden ohne Eltern statt

In diesem Kurs können 6 Kinder zwischen  8 - 12 Jahren teilnehmen 

Durch die lange Einheit von 75 Minuten je Treffen, haben wir ausreichend Zeit mit den Tieren.

Wir werden reiten, volitigieren, die Ponys versorgen, abäppeln, putzen und füttern, aber auch basteln, toben, in der Natur spielen, mit den Ponys und Hunden spazieren gehen. Es bleibt ausreichend Zeit, um neben dem Reiten und den täglichen Aufgaben, Zeit mit Kuscheln und Kraulen zu verbringe

Durch die geringe Teilnehmerzahl von 6 Kindern, haben wir die Möglichkeit, individuelle Wünsche zu berücksichtigen.

Lernen durch Spielen ist das Motto. Jedoch mit ernsthaften Hintergrund. Das Pferd als Lebewesen kennen zu lernen und seine Bedürfnisse zu erfahren. Nur wer einander kennt und vertraut kann eine echte Verbindung aufbauen. Diese Verbindung ist es, die echte Pferdemenschen (und nicht nur diesen) ein Lächeln in Herz und Seele zaubert.

Ob als Zauberer, Prinzessin, Clown, Fee, Ritter, Cowboy oder Indianer.... jede Themenwelt spricht andere Charaktereigenschaften und Fähigkeiten im Umgang  mit dem Pferd/Pony an und bietet unterschiedliche Lernfelder.

Gegenseitiges Vertrauen ist nicht nur eine wunderbare Erfahrung die wir Menschen machen dürfen, nein es ist auch ein großer Sicherheitsaspekt beim Reiten. Ein Pferd, welches mir vertraut, wird sich in Angstsituationen an mir orientieren. Denn Pferde sind sanfte und zutiefst soziale Wesen. 


Reiten ist natürlich ebenfalls Bestandteil, jedoch zweitrangig. 

Wir werden gemeinsam 

  • Pferde versorgen
  • Mit den Pferden spazieren gehen
  • Bewegungsspiele mit und ohne Pferd rund um das Wissen um Pferdeverhalten spielen 
  • Stallarbeiten erledigen
  • Pferde putzen
  • Pferde kuscheln
  • Hunde und Katzen versorgen
  • Kleine Hindernisse bewältigen
  • Führen üben
  • Voltigieren
  • Kindgerechte Reitergymnastig machen 
  • Basteln
  • Und natürlich auch reiten

Bei Regen arbeiten wir wie gewohnt entweder mit Pferd im Stall oder erledigen andere Aufgaben rund um Stall und Pferd oder basteln.


 

 

 

Ponygruppen:

Pferde sind soziale Tiere. Was passt also besser, als die pädagogische Förderung mit dem Reiten zu verbinden? Während die Kinder ihrem Hobby nachgehen und mit allen Sinnen in die Welt der Pferde eintauchen, trainieren wir in allen Gruppen auch unser eigenes Sozialverhalten. 

Wie zeigen wir uns in der Gruppe? Wie lösen wir gemeinsam Probleme? Wie kommunizieren wir miteinander, äußern angenehme Kritik oder eigene Wünsche? Die intensive pädagogische Förderung der Kinder ist in jeder Gruppe Bestandteill unseres Angebots. Für Kinder mit Förderbedarf bieten wir Kleinstgruppen an.

Unsere Ponygruppen teilen sich in mehreren Leistungsstufen auf.  Wichtig ist uns ein freundlicher Umgang mit den Pferden und Ponys. Dazu gehört, dass wir jedes einzelne Tier erkennen lernen. Jedes Pferd hat seine eigene Persönlichkeit und möchte dementsprechend behandelt werden. Dies den Kindern zu vermitteln ist uns ein großes Anliegen. Kinder in unseren Kursen lernen die sichere Hilfengebung (die zum größten Teil aus unserer Körpersprache besteht) erst vom Boden aus. 

Auf dem Pferderücken selbst werden sie in den erste Kursen geführt und finden spielerisch und angstfrei ihr Gleichgewicht. Unsere Reitschüler lernen als erstes die feine Hilfengebung mittels Gewichtshilfen. D.h. Zügel sind bei uns nicht zum "Lenken" da. Deshalb reiten die Kinder zu Beginn mit Halfter und lernen die sanfte Zügelverbindung vom Boden aus. Erst wenn die Kinder sicher auf dem Pferd sitzen und die Zügel vorsichtig einsetzen, dann dürfen sie das erste Mal mit Trense reiten.

Wir bauen unseren Reitunterricht kind- und pferdgerecht und pädagogisch sinnvoll auf. Wir lernen erst einmal sicher im Schritt zu reiten. Wer hier sicher sitzt und mittels Gewichtshilfen sein Pferd anhalten und "lenken" kann, der beginnt mit der nächsten Gangart. Wer bereits im Trab sicher sitzt und eine unabhängige Zügelführung hat, der beginnt mit den ersten Galoppversuchen. Reiten lernen ist ein langer Weg und es gibt keine Abkürzung. Aber die einzelnen Schritte machen Freude, weil wir sie gemeinsam mit unseren Lieblingstieren gehen. 

 

 

 


 

 

 


 


 


 

 

 


 


 

 

 

 



 

Für alle Kurse gilt:

Wir treffen uns bei jedem Wetter. Theoretische Einheiten sind fester Bestandteil aller Kurse, so dass einige Stunden unter Umständen ausschließlich Theorie enthalten. Wir versuchen, diese Stunden in die Regentage zu verlegen, dies ist aber nicht immer möglich. Die Kinder lernen in allen Gruppen, sich gegenseitig zu helfen und übernehmen Verantwortung füreinander. Durch die vielfältigen Lernmöglichkeiten die durch das eigenständige Ausprobieren und Zuschauen gegeben sind, bekommen die Kinder den Raum für ihren individuellen Lernweg.

 


 

Kursgebühren:
Die Kurse sind  pro Kurs (also halbjährlich) im Voraus zu bezahlen. Ratenzahlung ist auf Wunsch möglich. Jeder Kurs besteht aus ca. 15 Einheiten.
                                                                               
 
Bitte bedenken Sie bei den Preisen, dass bei uns keine Massenabfertigung stattfindet. Unsere Tiere liegen uns am Herzen und werden nur für einige Stunden pro Woche sorgsam eingesetzt und regelmäßig geschult. Die Betreuung Ihres Kindes erfolgt durch mich persönlich. Durch meine Ausbildungen zur Heilpraktikerin und Reittherapeutin mit Zusatzqualifikation als Hippolini-Reitlehrein, ist es mir möglich, auf jedes Kind einzugehen und es in seinen individuellen Stärken mental und körperlich zu unterstützen und zu fördern. Die Reitstunden sind weiterhin pädagogisch wertvoll aufgebaut, damit das Sozialverhalten gefördert wird. Bei uns zahlen Sie zudem keine Aufnahmegebühr und müssen keinem Verein beitreten. Somit fallen auch keine Vereinskosten und Arbeitsstunden an.
 
 
 
 
 
 

 

 

 
Warum teilen sich die Kinder in den Reitgruppen ein Pferd/Pony?

Das hat mehrere Gründe:

  1. Soziales Miteinander fördern

das soziale Miteinander ist uns wichtig.  Im normalen Reitbetrieb ist jeder Reiter mehr oder weniger ein Einzelkämpfer. Da wir uns gemeinsam um ein Pferd kümmern, fördern wir das soziale Miteinander. Die Kinder lernen dadurch, gemeinsam Probleme zu lösen, Absprachen zu treffen, Kritik zu üben und anzunehmen, sich gegenseitig zu helfen und Hilfe anzunehmen.

  1. Lernen am Modell

Wir  bieten wir den Kindern durch die Möglichkeit des Beobachtens ein erweitertes Spektrum an Lernmöglichkeiten.

Modelllernen ist die von Albert Bandura eingeführte Bezeichnung für einen kognitiven Lernprozess. Durch Beobachten eines Verhaltens eignet sich der Beobachter neue Verhaltensweisen an oder verändert schon bestehende Verhaltensmuster.

Durch das Lernen am Modell ist der Mensch nicht nur in der Lage, sich komplexe soziale Handlungen anzueignen, sondern auch  die konkrete Ausführung einer motorischen Handlung. Da sich der Reiter auf dem Pferd nicht selbst sehen kann, hat er die Möglichkeit an seinem Partner-Reiter zu sehen, wie sieht eigentlich "gerade sitzen" oder eine komplexere Handlung wie das Reiten einer Hufschlagfigur aus.

  1. Rangordnungsfragen

das Pferd ist ein Herdentier. Es liegt in seiner Natur, dass es die Rangordnung abfragt. Ein Reitanfänger wäre hiermit überfordert. Deswegen wird jeder Anfänger erst einmal durch mich begleitet. Später kümmern sich mehrere Kinder um ein Pony und können sich gegenseitig Tipps und Hilfestellung geben, damit kein Kind überfordert und entmutigt wird.

  1. Pausenzeiten fördern die Aufmerksamkeit und vermindern die Unfallgefahr

Reiten ist ein Ausdauersport und Koordinationstraining in einem. Auch eine gewisse Muskelkraft muß erst einmal aufgebaut werden. Weiterhin ist es wichtig, schnell reagieren zu können. Hierfür muss der Reiter also durchgehend konzentriert und aufmerksam sein. Durch das Reiten der Hufschlagfiguren wird das Raum-Lage-Gefühl stark angesprochen.

Das Reiten fordert also den ganzen Menschen und alle großen Organsysteme. Da Kinder ein anderes Zeitempfinden haben und sich nicht über den gleichen Zeitraum wie Erwachsene konzentrieren können, bieten wir durch das abwechselnde Reiten die Möglichkeiten sich zu entspannen, um dann wieder voll konzentriert auf dem Pferd zu sein.

  1. Wissensfestigung durch aktive Theorie 

Kinder die keine Pause benötigen, passen auf ihre jeweiligen Reitpartner auf. Sie werden ermutigt sich gegenseitig zu helfen. So hat das Pausenkind die Möglichkeit, Reitfehler zu sehen und freundlich formuliert dem Reitkind mitzuteilen. Pausenkinder bekommen z.B. die Aufgabe darauf zu achten, dass das Reitkind seine Absätze nicht zu sehr hoch zieht oder nach unten drückt. Desweiteren können sie beobachten was bestimmte Verhaltensweisen des Reiters beim Pferd auslöst. (Z.B. ein verspanntes Pferd, welches sich entspannt, wenn das Reitkind nicht so sehr am Zügel zieht). Dadurch erweitert sich die Wahrnehmung der Kinder und sie festigen ihr Wissen.

  1. Motivation und Lob

Kinder die Schwierigkeiten mit bestimmten Situationen haben, können durch das Beobachten Ihrer Reitpartner erleben, wie diese die gleiche Aufgabe meistern. Dies motiviert, es selbst noch einmal auszuprobieren. Kinder die eine Aufgabe gut meistern, können Tipps geben. Hierdurch entsteht ein gemeinsamer Austausch, der ein Lob für das Reitkind beinhaltet, weil es eine Aufgabe gut gemeistert hat. Gleichzeitig fördert dies wieder die soziale Komponente und die Kinder stellen fest, dass jeder andere Fähigkeiten besitzt und sie sich untereinander helfen können.

 


In den Kursen möchten wir miteinander Freude haben. Miteinander heißt nicht nur Mensch/Pferd sondern insbesondere auch Mensch/Mensch. Deshalb ist es wichtig, auftretende Probleme in der Gruppe möglichst sofort zu klären. Nur so kann sich jedes Kind auf den Stundeninhalt konzentrieren. Das Reiten tritt in diesem Fall in den Hintergrund.

Es ist uns ein großes Anliegen, dass wir nicht stumpf ein Konzept verfolgen sondern immer wieder auf die Gruppe und einzelnen Wünsche eingehen. Dies ist in einer Gruppe natürlich nicht immer möglich. Deshalb gehört es ebenso dazu Kompromisse zu schließen, auf bestimmte Wünsche zu verzichten oder sogar unliebsame Aufgaben zu absolvieren.

Es gibt natürlich auch Regeln die eingehalten werden müssen (schon allein aus Sicherheitsgründen). Diese werden vorher mit den Kindern besprochen und gemeinsam befolgt.

Sollte Ihr Kind über mehrere Stunden hinweg unzufrieden sein, dann sprechen Sie uns bitte schnellstmöglich an. Damit wird klären können, wo die Schwierigkeiten liegen und darauf eingehen können. Wir freuen uns, wenn Sie Ihr Kind ermutigen mit uns über seine Sorgen und Gedanken zu sprechen. Wir nehmen diese ernst und versuchen immer eine Lösung zu finden.

Ein achtsamer Umgang ist uns wichtig und Voraussetzung für eine fröhliche Stunde.

 

 

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